Trainer Ralph Hasenhüttl vom VfL Wolfsburg hat sehr gelassen auf die Spekulationen über seine mögliche Ablösung nach dieser Saison reagiert. «Warum sollte ich über meine Zukunft mit ihm reden? Ich habe hier einen Vertrag noch für das nächste Jahr», sagte der 57 Jahre alte Österreicher über ein mögliches klärendes Gespräch mit dem Wolfsburger Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen.
«Wenn das nicht der Fall wäre, dann wäre es vielleicht angeraten, dass ich mit ihm mal ein Gespräch führe. Ansonsten sehe ich nicht den Grund, warum ich das tun sollte. Wir haben andere Themen, die ein bisschen wichtiger sind für uns», fügte Hasenhüttl hinzu.
Der Tabellenneunte der Fußball-Bundesliga hat nur zwei der vergangenen elf Pflichtspiele gewonnen. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim verweigerte Christiansen ein Bekenntnis zu einem Verbleib von Hasenhüttl über diese Saison hinaus. «Ich bin schon zu lange in dem Geschäft, als dass mich das irgendwo beschäftigen würde», sagte der Trainer am Freitag bei der Pressekonferenz zum Spiel bei Union Berlin (Sonntag, 17.30 Uhr/DAZN).
U17-Weltmeister vor Bundesliga-Debüt
Mitten in ihrer sportlichen Krise drohen die Wolfsburger am Sonntag auch noch mit einer Innenverteidigung ohne jede Bundesliga-Erfahrung antreten zu müssen. Konstantinos Koulierakis, Denis Vavro und Mathys Angely sind verletzt, Sebastiaan Bornauw ist angeschlagen. Bleibt aus dem Profikader nur noch der U17-Weltmeister David Odogu (18), der an der Seite eines Verteidigers aus der U19-Mannschaft des VfL sein Bundesliga-Debüt geben könnte.
«Vier von fünf Innenverteidigern sind momentan weg. David ist jetzt mehr oder weniger gesetzt in dem Spiel», sagte Hasenhüttl über Odogu. «Wenn wir es ihm nicht zutrauen würden, wäre er nicht im Kader. Er hat lange auf die Chance warten müssen. Leider Gottes wird es eine Chance mit möglicherweise jemandem neben sich, der auf der Position genauso viele Spiele gemacht hat wie er.»